Berufliche Risiken / Schadensbeispiele eines Tierheilpraktikers

Schadensbeispiel 1:

Als Tierheilpraktiker verabreichen Sie einem an Krebs erkrankten Hund eine Nährstofflösung auf Naturheilbasis. Das Tier verstirbt kurze Zeit später. Die Besitzer des Hundes machen nun Ihre Therapie für den Tod des Tieres verantwortlich und fordern Schadenersatz. Hierbei geht es vor allem auch darum, dass eine Weiterempfehlung an einen Tierarzt hätte erfolgen müssen, jedoch von Ihnen versäumt wurde. Ihre Berufshaftpflichtversicherung hilft Ihnen genau hier, indem sie die gestellten Ansprüche prüft. Unberechtigte Ansprüche (wie in diesem Fall) werden abgewehrt. Einen möglichen Rechtsstreit führt Ihr Berufshaftpflichtversicherer in Ihrem Namen.

Schadenbeispiel 2:

Als Tierheilpraktiker behandeln Sie ein Pferd eines Kunden in dessen Pferdestall. Beim Verlassen der Box des Tieres versäumen Sie es, die Box wieder ordnungsgemäß zu verschließen. Das Pferd öffnet die Tür der Box und entläuft. Die anschließende Suchaktion mit mehreren Personen dauert Stunden und Ihr Kunde stellt Ihnen den entstandenen Schaden in Rechnung. Die Kosten der Suchaktion sowie ein angemessener Schadenersatz an den Tierhalter übernimmt Ihre Berufshaftpflichtversicherung.

Schadenbeispiel 3:

Sie behandeln den Hund eines Patienten in dessen Räumlichkeiten. Bei Betreten des Hauses übersehen Sie, dass Sie Teerreste an den Schuhen haben, die sich dort bei Ihrem letzten Kunden festgesetzt haben. Es entstehen Verschmutzungen am Teppichboden des Kunden in mehreren Räumen. Die Reinigung kostet über 2.000 € und wird komplett von Ihrem Haftpflichtversicherer übernommen.

Schadenbeispiel 4:

Ein Kunde/Patient, der Sie in Ihren Räumlichkeiten aufsucht, kommt auf einem feucht gewischten Fliesenboden zu Fall und bricht sich das Handgelenk. Wegen einer Verletzung der Verkehrssicherungspflicht, die Ihnen obliegt, macht der Patient Sie für den Personenschaden und den entstandenen Verdienstausfall haftbar. Ihre Berufshaftpflichtversicherung prüft die berechtigten Ansprüche des Kunden/Patienten und befriedigt diese. Falls unberechtigte Ansprüche gegen Sie gestellt werden, wehrt Ihr Versicherer diese ab und führt, wenn nötig, auch den Prozess in Ihrem Namen.