Behandlungsform, die durch sinnvolle Beschäftigung und Arbeit helfen soll, die Folgen einer Krankheit zu überwinden, die Selbstständigkeit des Kranken zu fördern und ihn an das Alltagsleben heranzuführen. Die Ergotherapie setzt sich aus der Beschäftigungstherapie und der Arbeitstherapie zusammen, die u. a. bei Störungen der Bewegungs- und Sinnesorgane, bei Herz-Kreislauf-Krankheiten und bei psychischen Störungen angewendet werden. Mithilfe bestimmter Funktionsübungen versucht man, Behinderungen am Bewegungsapparat zu beheben oder auszugleichen. Dazu werden die Beweglichkeit und der richtige Gebrauch von Gelenken trainiert sowie die Muskelkraft, Koordinationsfähigkeit und Sensibilität gesteigert.

Das Selbsthilfetraining ist darauf ausgelegt, die Selbstständigkeit im täglichen Leben wiederzuerlangen. Alltägliche Verrichtungen wie z. B. Anziehen oder Essen werden geübt, evtl. auch der Einsatz von Hilfsmitteln wie z. B. spezieller Essbestecke, eines Knopfverschluss-Schließers, aber auch der Umgang mit Computern, Rollstühlen oder Kommunikationsmitteln. Zum Feld der Arbeitstherapie gehört das berufsorientierte Training, das gezielt die Fähigkeiten fördert, die am Arbeitsplatz von Bedeutung sind. Dabei werden handwerkliche und kreative Tätigkeiten zur Erprobung der Belastbarkeit, der Ausdauer und des Arbeitstempos sowie der Arbeitsqualität geübt.