Baubiologisch gestaltete Lebensräume erhalten die Gesundheit ihrer Bewohner

Im Grunde ist es selbstverständlich: Wir Menschen wünschen uns eine Wohnsituation, die unser Wohlbefinden ausschliesslich positiv beeinflusst. Eine gesunde, giftfreie Umgebung, in der wir uns vom Alltag erholen und unsere Kinder rundum gesund aufwachsen können. Mit dem großen Spektrum der Einflüsse auf Gesundheit und Wohlbefinden von Menschen befasst sich die Bau- und Wohnbiologie. Hier wird das Wissen um diese Einflüsse gesammelt, um Baumaterialien und Bauweisen den Erkenntnissen anzupassen.

Das IBR, Institut für Baubiologie in Rosenheim prüft und kennzeichnet mit der Vergabe seines Prüfsiegels solche Materialien, denen Sie dann vertrauen können und berät Sie in allen Fragen der Wohngesundheit (Bau- und Wohnbiologie).

Wohngesundheit

Abgespanntheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen gehören zu ganz alltäglichen Beschwerden und zu einer anspruchsvollen Arbeitswelt, die uns täglich fordert und stresst. Dauern solche Beschwerden an, oder kehren sie regelmäßig wieder, hat selbst ein Arzt Schwierigkeiten die Ursachen schnell zuzuordnen.

Die Frage, ob jemand einfach gestresst ist, oder ob sich möglicherweise eine andere Erkrankung ankündigt, ist zunächst nicht einfach zu beurteilen.

Häufen sich allerdings solche Beschwerden vor allem im häuslichen Bereich, oder treten sie gar ausschliesslich dort auf, so kann solches Unwohlsein durch Umweltschadstoffe in der Wohnung ausgelöst sein.

Von Lacken und Lasuren, Spanplatten und anderen Baumaterialien bis zu Textilien, mit denen wir unmittelbar Kontakt haben, können giftige Substanzen freigegeben werden, die über die Raumluft aufgenommen werden. Die Folge sind gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Kopfschmerzen und allergische Reaktionen, Atemwegsbeschwerden bis hin zu organischen Erkrankungen.

Baumaterial

Schon immer waren Menschen natürlicher Strahlung ausgesetzt, sei es durch äussere Quellen (dem Weltraum und durch Gestein), oder mit der inneren Strahlenbelastung durch die Aufnahme natürlich vorkommender radioaktiver Elemente (Radionuklide) über die Atemwege und die Nahrung.

Es kommt eben, wie so oft, auf die Dosis an. Heute sind wir in der Lage, diese Strahlung zu messen und etwa die Belastung durch verwendete Baumaterialien im Haus mit dem von der internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) empfohlenen Grenzwert zu vergleichen. So kann auch festgestellt werden, ob die gemessenen Werte über eine durchschnittliche Belastung einer Region hinausgehen.

Häuser

Wireless-LAN, schnurloses Telefon und weitere fleissige elektrische Helfer in Ihrem Zuhause

Fällt der Strom mal aus, wird uns klar, wie sehr die Elektrifizierung unser Leben beeinflusst und wie sehr wir uns im Laufe der letzten 100 Jahre daran gewöhnt haben. Denn kaum etwas „läuft“ in einem Haushalt ohne Strom. Nicht mal der Fernseher. Alle elektrischen Geräte, von der Zahnbürste bis zum Telefon, geben elektrische Felder in die Umgebung ab, deren Wirkung bis heute nicht ganz erforscht ist. Dazu kommen die modernen Annehmlichkeiten wie Wireless-LAN, schnurlose Telefone, Mobiltelefone und es wird nicht weniger. Wir wissen alle, es wird eher mehr.

Aber auch wenn man sich mit ganz unterschiedlichen Meinungen zu den Auswirkungen auf den Menschen in Fachkreisen die Köpfe heiss redet, so setzt sich doch eine Auffassung durch: die Vermeidung von unnötiger Belastung im Haushalt. Dazu gehört etwa der Schutz des menschlichen Körpers vor störenden elektromagnetischen Feldern an Schlaf- und Ruheplätzen, oder beispielsweise der Verzicht auf schnurlose Telefone, um die Bilanz für Belastungen dieser Art in ihrem Haus signifikant zu verbessern.

Möbel

Nennen wir das Kind beim Namen: Formaldehyd

Zu unseren Leitlinien gehört die Aufklärung. Sind Sie als Verbraucher ausreichend informiert, leben Sie ganz einfach gesünder. Und so ist eine diffuse Angst vor etwas meist nur auf unzureichendes Wissen zurückzuführen. Aus diesem Grunde stellen wir Ihnen hier Hintergrundinformationen bereit, die Ihnen Orientierung geben sollen, wo sich Umweltgifte im Haus befinden können. So können Sie einem Verdacht auf den Grund gehen und bei Sanierungsmaßnahmen oder Neubau Umweltgifte ganz einfach vermeiden.

Zur erfreulichen Renaissance des natürlichen Werkstoffs Holz gehört leider die vermeidliche Verarbeitung von Umweltgiften durch Teile der Holzindustrie. Dazu gehören beispielsweise Formaldehyd-Harze und Holzschutzmittel in heutzutage eher billigen und vor allem importierten Spanplatten. In Innenräumen kann man heute sowohl bei verbauten Hölzern, als auch bei Möbelholz einen gesunden, natürlichen Holzschutz anwenden, oder in trockenen Räumen ganz darauf verzichten.

Farben und Lacke: die richtige Wahl

Das Angebot an Farben und Lacken ist groß. Sicher haben auch Sie schon mal vor 16m Regal einer Abteilung „Farben und Lacke“ gestanden. Farben sollen schön aussehen, dafür sorgen im Wesentlichen die enthaltenen Pigmente. Über Zusätze erhalten Farben und Lacke dann ganz bestimmte Eigenschaften: so werden sie wasserabweisend oder wasserdicht, verhindern Schimmel- und Schädlingsbefall, sind hitzebeständig und vieles mehr. Je nach enthaltenen Zusätzen und Lösemitteln, die beim Trocknen verflüchtigen, geben diese Produkte Stoffe – zum Teil langanhaltend nach der ersten Trocknung – an die Raumluft ab.

Achten Sie daher beim Einkauf auf die enthaltenen Zusätze und machen Sie die gewünschten Eigenschaften der Farben von ihrem Einsatzort abhängig. Sorgen Sie in den Trocknungszeiten, deren Länge oft unterschätzt wird, für ausreichend Belüftung. Und achten Sie bei Ihrem Einkauf auf Farben und Lacke mit baubiologischer Unbedenklichkeit.