Behandlung mit Bädern aus natürlichen Heilquellen, mit Inhalationen und/oder Trinkkuren. Bei den Bädern kann mit Wässern, Aufschwemmungen (z. B. von Torf oder Schlamm) und Gasen gearbeitet werden und sie sind als Teil-, Halb- oder Vollbäder anwendbar. Bei der Bädertherapie werden chemische und physikalische Reize des Wassers, z. B. die Wärme- oder Kältewirkung (Wechselbäder), genutzt, um eine Umstellung der Regulationsvorgänge im Körper zu bewirken, die sich auf Herz und Kreislauf, Stoffwechsel, Hormonfunktionen und das Nervensystem auswirken. Dadurch können Kräfte zur Überwindung einer bestehenden Krankheit oder eines chronischen Leidens mobilisiert werden. Arzneimittelzusätze sowie mineralische oder pflanzliche Badezusätze werden bei bestimmten Erkrankungen angewendet und haben jeweils eine spezifische Wirkung. Spezielle Verfahren der Bädertherapie sind Anwendungen in natürlichem Heilwasser, Schlamm, Schlick oder als Moorbad. Weitere Maßnahmen wie Wärme-, Licht- und Elektrotherapie sowie Massagen und Bewegungstherapie können die Wirkungen der Bädertherapie verstärken.

Die Bädertherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Kneipp-Kur. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten vor einer Bädertherapie in Form von Vollbädern unbedingt Rücksprache mit dem Arzt halten.