Beruf Osteopath

Osteopathen und Osteopathinnen arbeiten hauptsächlich mit den Händen: Das sind ihre «Werkzeuge» und auch ihre «Medikamente». Indem sie Muskeln, Gefäße, Lymphknoten oder Eingeweide manuell aktivieren, lösen sie Blockaden und Verspannungen und stimulieren Selbstheilungskräfte. Die Osteopathie kommt aus den USA und Großbritannien und ist eine eigenständige Richtung der Medizin. Körper, Geist und Seele werden als Einheit betrachtet. Es wurde ein eigenes Diagnoseverfahren entwickelt, das vom Zusammenhang der organischen Systeme mit einer Fehlfunktion des Bewegungsapparates ausgeht und annimmt, dass viele Leiden von daher zu verstehen sind.

Ausbildung

Um den Beruf ausüben zu können, müssen Osteopathen seit dem 01.01.2012 eine Prüfung ablegen; darin wird eine 5-jährige Vollzeitausbildung und anschließend 2 Jahre Praktikum verlangt. Zurzeit bestehen noch verschiedene Ausbildungsangebote, es wird in Zukunft aber nur noch ein Master-Studium an einer Fachhochschule möglich sein. Je nach Ausbildungsinstitut 5 Jahre Vollzeit oder 5 Jahre berufsbegleitende Ausbildung.

Kompetenzen

Interesse an Anatomie, Physiologie, Pathologie; feinnervige, kräftige und geschickte Hände, analytisch-diagnostische Begabung, Einfühlungsvermögen, hohes Verantwortungsgefühl