Neue Sätze der Bundesbeihilfe ab dem 01.09.2013

Neue Sätze der Bundesbeihilfe ab dem 01.09.2013

Ab dem 1. September 2013 treten neue Sätze der Bundesbeihilfe in Kraft, die diverse Änderungen beinhalten. Nach erfolgreichen Verhandlungen mit dem Bundesministerium des Inneren (BMI) erlangten die Gebühren- und Gutachterkommissionen der großen Heilpraktikerverbände ihre vorgesetzten Ziele. So wurden beispielsweise die Abrechnungskonditionen für einige Injektionen überarbeitet und die Erstanamnese für die klassische Homöopathie von einer Stunde eingeführt. Außerdem wird nun die Osteophatie der Wirbelsäure mit einbezogen.

 

  

Zum Hintergrund 

Am 23.09.2011 hatte das BMI die beihilfefähigen Höchstbeträge aufgrund von Forderungen von großen Heilpraktikerverbänden zu deren Gunsten verändert. Ursache für die Neuregelung war ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, welches die Vergütungen  für Leistungen der Heilpraktiker infrage stellten, da sie sich allein am Niedrigsatz des GebüH 1985 orientierten.  Bei den Verhandlungen wurde der sogenannte Schwellenwert der GOÄ als ein in Frage kommender Höchstbetrag für die Heilpraktiker-Leistungen zugrunde gelegt.

 

 

 

Sicherung der Beihilfefähigkeit

Der 01.01.2012 brachte deutliche Verbesserungen der meisten Leistungen für Heilpraktiker mit sich, da an diesem Tag die GOÄ-Schwellenbeträge  mit einer akzeptablen Vergünstigung gewährt wurden. Dies ermöglichte, dass die Beihilfefähigkeit der Heilpraktiker gesichert wurde.

Das Saarland allerdings hatte die Beihilfe als Folge des Bundesverwaltungsgerichtsurteils gestrichen, sodass zu befürchten war, dass weitere Bundesländer dem Saarland folgen würden. Durch die Vereinbarung mit der Bundesbeihilfe konnte eine weitere negative Entwicklung der Bundesländer verhindert werden. Es schlossen sich einige Bundesländer (siehe Gebürenfibel von Siegried Kämper, herausgegeben vom BDH), sowie etliche private Krankenkassen und die Postbeamtenkrankenkasse der BVO des Bundes an.

 

 

Neuverhandlung der Beihilfenverordnung

Die Heilpraktikerverbände machten bei einem erneuten Treffen mit dem BMI deutlich, an welchen Stellen es noch Optimierungsbedarf gab.  So wurden nicht nur die für die klassische Homöopathie wichtige Erstanamnese von einer Stunde und die Osteopathie der Wirbelsäule eingeführt, sondern auch etliche Injektionen besser honoriert. Des Weiteren berücksichtigte das Bundesministerium des Inneren die vorgebrachten gestiegenen Anforderungen an Hygiene und Einwegmaterial.

 

 

Umsetzung wird noch etwas dauern

Es ist jedoch zu beachten, dass diese Korrekturen zwar ab dem 01.09.2013 in Kraft treten, jedoch die Umsetzung der Änderung noch etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.

 

 

 

Fazit 

Die Erststattungsbeträge der Bundesbeihilfe gelten für die meisten Leistungen auch in Zukunft, so wie diese in der Gebührenfibel des Bundes Deutscher Heilpraktiker dargestellt sind. Die künftigen Leistungen finden Sie im Folgenden aufgelistet.

 

Änderungen der Bundesbeihilfe ab 01.09.2013

 

Die Ziffer 35.2 wurde im Text erweitert: 

 

Den Osteopathen ist es nun möglich außerhalb einer Chiropraktik eine Wirbelsäulenbehandlung abrechnen zu können. 

 

Hinzu kommt ab 01.09.2013 die neue Ziffer:

Die bisherige Ziffer 2 wird zu 2b 

 

Anmerkung: Die Leistung nach Ziffer 2 ist in einer Sitzung nur einmal und innerhalb von sechs Monaten nur dreimal berechnungsfähig.

 

Siegfried Kämper, Vizepräsident Bund Deutscher Heilpraktiker, Gelsenkirchen