Nähere Informationen über Wildschaden

Sie benötigen wichtige Informationen über Wildschaden? Aufgrund unser umfangeichen Erfahrungen über Versicherungen wollen wir Ihnen im Folgenden das Wichtigste über Wildschaden erklären. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit auch persönlich zur Verfügung. Wir freuen uns auf Sie.

Was versteht man unter Wildschaden?

Der Wildschaden wird in der KFZ-Teilkaskoversicherung zuzuordnen. Ein Wildschaden liegt vor, wenn das in Bewegung befindliche versicherte Fahrzeug mit Haarwild kollidiert. Gemäß § 2 Bundesjagdgesetz zählen folgende Tiere zum Haarwild:

Wisent (Bison bonasus L.)

Elchwild (Alces alces L.)

Rotwild (Cervus elaphus L.)

Damwild (Dama dama L.)

Sikawild (Cervus nippon TEMMINCK)

Rehwild (Capreolus capreolus L.)

Gamswild (Rupicapra rupicapra L.)

Steinwild (Capra ibex L.)

Muffelwild (Ovis ammon musimon PALLAS)

Schwarzwild (Sus scrofa L.)

Feldhase (Lepus europaeus PALLAS)

Schneehase (Lepus timidus L.)

Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus L.)

Murmeltier (Marmota marmota L.)

Wildkatze (Felis silvestris SCHREBER)

Luchs (Lynx lynx L.)

Fuchs (Vulpes vulpes L.)

Steinmarder (Martes foina ERXLEBEN)

Baummarder (Martes martes L.)

Iltis (Mustela putorius L.)

Hermelin (Mustela erminea L.)

Mauswiesel (Mustela nivalis L.)

Dachs (Meles meles L.)

Fischotter (Lutra lutra L.)

Seehund (Phoca vitulina L.)

Zusätzliche Informationen zur Wildschaden

Der Eigentümer / die Jagdgenossenschaft / der Nutzungsausübungsberechtigte (Pächter) haften für Schäden an einem Grundstück, die durch bestimmte Wildarten verursacht wurden. Diese Schadensersatzpflicht kann auf den Jagdpächter übertragen werden, mehrere Pächter haften als Gesamtschuldner. Im Falle der Insolvenz oder sonstigen Zahlungsunfähigkeit des Jagdpächters bleibt es bei der Ersatzpflicht des Eigentümers / der Jagdgenossenschaft. Die Jagdgenossenschaft hat den gemeinschaftlichen Jagdbezirk an einen Jagdpächter verpachtet und auf diesen auch die Wildschadensersatzpflicht übertragen. Landwirt A hat sein Land an Landwirt B zur Bewirtschaftung verpachtet. Es kommt zu einem Wildschaden auf dem gepachteten Land. Der Jagdpächter kann nicht zahlen, die Vollstreckung bleibt erfolglos. Ausgleichspflichtig ist die Jagdgenossenschaft. Die Ersatzpflicht besteht nur für Schäden, die durch Schalenwild, Kaninchen oder Fasanen verursacht wurden, es sei denn die Parteien haben die Ersatzpflicht vertraglich ausgeweitet. In Deutschland vorkommendes Schalenwild ist Rehwild, Damwild, Sikawild, Rotwild, Schwarzwild und Muffelwild. Darüber hinaus besteht die Ersatzpflicht nur für Schäden an Flächen, die ordnungsgemäß landwirtschaftlich bewirtschaftet werden. Ist dies nicht gegeben, kann dem Landwirt ein Mitverschulden an der Entstehung des Schadens vorgeworfen werden.

Höhe des zu ersetzenden Schadens

Die Höhe des zu ersetzenden Schadens richtet sich nach dem Wert, wie er sich zur Zeit der Ernte darstellen würde. Ersetzt wird nur Schaden am Grundstück, d.h. der Bewuchs, die Früchte (Getreide) und die Substanz. Zu ersetzen sind auch Schäden an abgeernteten, aber noch nicht eingefahrenen land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen, es sei denn sie sollen dauerhaft auf dem Grundstück gelagert werden. In der Praxis wird der häufigste Wildschaden durch Schwarzwild an Maisflächen oder Weizenfeldern verursacht. Die Umsatzsteuer ist gemäß § 249 BGB zu ersetzen, soweit sie tatsächlich angefallen ist.

Weitere Informationen zur Berufshaftpflichtversicherung

Wir sind auf die Berufshaftpflichtversicherung konzentriert und bieten Ihnen mit unserem sorgfältig ausgearbeiteten Lexikon umfangreiche Auskünfte. Neben Begriffen wie Wildschaden informieren wir Sie auch beispielsweise über Wiederbeschaffungswert oder Willenserklaerung.