Hinweise über Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG)

Sie suchen Informationen über Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG)? Wir werden nun im Folgenden Ihnen das Wichtigste über Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) berichten. Wir freuen uns auf Sie.

Was versteht man unter Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG)?

Unter Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) versteht sich in rechtsfähiger wirtschaftlicher Spezialverein, dessen Geschäftszweck in der Versicherung seiner (Vereins-)Mitglieder nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit besteht. Als Versicherungsunternehmen unterliegt der VVaG der Versicherungsaufsicht. Aufsichtsbehörde ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), beim kleineren Verein kann dies alternativ auch eine Landesaufsichtsbehörde sein. Der VVaG ist eine juristische Person und wird im Handelsregister eingetragen. Das Unternehmensverfassungsrecht des VVaG bestimmt sich nach den Vorschriften der §§ 15 bis 53b Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG), die in vielen Bereichen auf das Aktienrecht verweisen.

Mitgliedschaft der VVaG

Mitglied des VVaG kann nur werden, wer ein Versicherungsverhältnis mit dem VVaG begründet (§ 20 VAG). Die Mitgliedschaft endet in der Regel mit der Beendigung des Versicherungsvertrags. Die einheitlichen Rechtsbeziehungen zwischen VVaG und Vereinsmitglied haben daher grundsätzlich einen Doppelcharakter: das Versicherungsverhältnis mit der Stellung als Kunde einerseits und das Mitgliedschaftsverhältnis mit der Eigentümerstellung andererseits. Für die Gestaltung der Rechtsbeziehungen sieht das VAG eine weit reichende Satzungsfreiheit für VVaG vor.

Zwei Arten von VVaG

Das Gesetz unterscheidet zwei Arten von VVaG. Den sog. „großen VVaG“ sowie die „kleineren Vereine“. Letztere sind nach § 53b VAG solche VVaG, die einen sachlich, örtlich oder dem Personenkreis nach eng begrenzten Wirkungskreis haben. Wann diese Voraussetzung vorliegt, entscheidet die Aufsichtsbehörde. Die „kleineren Vereine“ genießen einerseits gewisse aufsichtsrechtliche Privilegien, v.a. in Bezug auf ihre Organstruktur, Eigenkapitalausstattung und die Rechnungslegung. Andererseits unterliegen sie auch Beschränkungen, bspw. dem Verbot des Nichtmitgliedergeschäfts.

Weiteres über Berufshaftpflichtversicherung

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