Lexikon über Erziehungsurlaub

Sie benötigen wichtige Informationen über Erziehungsurlaub? Wir werden nun im Folgenden Ihnen das Wichtigste über Erziehungsurlaub neutral erklären. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen jederzeit auch persönlich zur Verfügung. Wir freuen uns auf Sie.

Wie erläutert sich Erziehungsurlaub?

Die Bezeichnung Erziehungsurlaub bezeichnete in Deutschland eine Arbeitsfreistellung zur Betreuung und Erziehung von Kindern; diese Bezeichnung Erziehungsurlaub wurde zum 1. Januar 2001 durch die Bezeichnung Elternzeit ersetzt. Für Arbeitnehmer war der Erziehungsurlaub, und zunächst auch die Elternzeit, im Bundeserziehungsgeldgesetz geregelt. Mit Bezug auf seit dem 1. Januar 2007 erfolgte Geburten oder Adoptionen gilt stattdessen das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz. Für Bundesbeamte war der Erziehungsurlaub in der Erziehungsurlaubsverordnung geregelt, die entsprechend den Anforderungen des öffentlichen Dienstes gegenüber Bundeserziehungsgeldgesetz leicht modifiziert war. Auch diese Verordnung wurde später ersetzt; seit 14. Februar 2009 gilt für Beamte die Mutterschutz- und Elternzeitverordnung. Nach dem Bundeserziehungsgeldgesetz hatten Eltern Anspruch auf Erziehungsurlaub bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes. Der Erziehungsurlaub konnte von einem der beiden Elternteile in Anspruch genommen werden oder auch unter den Eltern aufgeteilt werden.

Seit Änderung des Erziehungsgeldgesetzes zum 1. Januar 2001 konnte die dann „Elternzeit“ genannte Freistellung auch von beiden Elternteilen gemeinsam genommen werden; bis dahin war lediglich eine Abwechselung der Eltern möglich. Zudem sollte durch die Begriffsänderung von „Erziehungsurlaub“ zu „Elternzeit“ insbesondere eine Abwertung der Erziehungsarbeit vermieden werden. In Europa wird unabhängig von der in Deutschland erfolgten Begriffsänderung teils auch die Bezeichnung Elternurlaub verwendet.

Zusätzliche Information zur Erziehungsurlaub

Auf 12 Monate der Elternzeit kann zunächst verzichtet werden. Diese können dann auf die Zeit zwischen dem 3. und 8. Geburtstag des Kindes verschoben werden. Während der Mutterschutzfrist kann wegen eines anderen, älteren Kindes Elternzeit in Anspruch genommen werden. D.h. die Elternzeit geht der Mutterschutzfrist aufgrund einer neuen Niederkunft vor. Dem Elternteil, der Elternzeit in Anspruch nimmt, darf vom Arbeitgeber nicht gekündigt werden (bei Kleinstbetrieben sind Ausnahmen möglich).

Krankenversicherung und Erziehungsurlaub

Das Bundessozialgericht (BSG) hat 1993 entschieden (Az.: 12 RK 11/91) dass eine privat krankenversicherte Ehefrau während ihres Erziehungsurlaubes – nach Ablauf der Mutterschutzfrist – einen Anspruch auf Familienversicherung bei der gesetzlichen Krankenversicherung ihres Ehemannes hat (sofern das Beschäftigungsverhältnis während des Erziehungsurlaubes ohne Arbeitsentgeltfortzahlung fortbesteht und auch die anderen Voraussetzungen des § 10 SGB V – dort ist die Familienversicherung geregelt – erfüllt sind). Das BSG-Urteil ist auch auf Ehemänner, die Erziehungsurlaub in Anspruch nehmen, anwendbar. Dagegen findet es keine Anwendung auf Beamte und Beamtinnen, die sich im Erziehungsurlaub befinden.

Alles über Berufshaftpflichtversicherung

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