Erläuterung zur Aufsichtspflicht der Eltern

Sie brauchen exakte Informationen über Aufsichtspflicht der Eltern, doch haben bisher nicht das Richtige gefunden? Wir sind Versicherungsspezialisten und wollen Ihnen daher im Folgenden das Wichtigste über die Aufsichtspflicht der Eltern berichten. Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit auch persönlich zur Verfügung.

Wie definiert sich Aufsichtspflicht der Eltern?

Unter Aufsichtspflicht der Eltern versteht man, dass nach den gesetzlichen Bestimmungen, Kinder unter 7 Jahren überhaupt nicht haften (nicht deliktfähige Kinder) und bis zum 18. Lebensjahr nur beschränkt. Eltern sind per Gesetz verpflichtet, die Kinder so zu beaufsichtigen, dass sie nicht zu Schaden kommen und keinen Schaden anrichten. Verursacht ein Minderjähriger bei Dritten einen Schaden, müssen die Eltern dafür aufkommen, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben (§§ 828 Abs. 1; 832 BGB).

Verletzung der Aufsichtspflicht

Sind Kinder an einem Unfall oder Schadensfall beteiligt, kann daraus für einen Geschädigten ein besonderer Härtefall werden. Um dies auszugleichen, kann auch derjenige haftbar gemacht werden, der die Aufsichtspflicht über das Kind hatte. Hierbei spricht man von der Verletzung der Aufsichtspflicht. In der Regel sind das die Eltern. Aber auch Großeltern, Pflegeeltern, das Kindermädchen oder die Nachbarn können mit der Aufsicht über Kinder betraut sein. Derjenige, der zum Zeitpunkt des Schadens die Aufsichtspflicht hatte, muss für den verursachten Schaden aufkommen, den das beaufsichtigte Kind einem Dritten zugefügt hat. Diese sogenannte Ersatzpflicht gilt nur wenn aufsichtspflichtige Personen ihrer Aufsichtspflicht "schuldhaft nicht nachgekommen sind". Vom Gesetzgeber wird im Schadenfall zunächst immer von einer schuldhaften Aufsichtspflichtverletzung ausgegangen. Wenn Sie aufsichtspflichtig sind, können Sie sich von der Schadenersatzpflicht nur in folgenden Fällen entlasten: Wenn Sie nachweisen, dass Sie ihrer Aufsichtspflicht genügt haben oder dass der Schaden auch bei gehöriger (ausreichender) Beaufsichtigung entstanden wäre. Die Beweislast bei der Haftung des Aufsichtspflichtigen nach § 832 BGB bezeichnet man deshalb als "umgekehrte Beweislast". Wie notwendig oder ausreichend die Aufsicht über ein Kind zu sein hat, wird nach Alter, Eigenart und Charakter des Kindes beurteilt.

Alles über die Berufshaftpflichtversicherung

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