Was Sie wissen sollten über Arztanordnungsklausel

Sie recherchieren notwendige Informationen über Arztanordnungsklausel. Wir wollen Ihnen hier im Folgenden nun das Wichtigste über Arztanordnungsklausel ideal erläutern.

Wie lautet die Erläuterung von Arztanordnungsklausel?

Die Arztanordnungsklausel ist ein Begriff aus dem Versicherungswesen, insbesondere der Berufsunfähigkeitsversicherung. Mit der Arztanordnungsklausel räumt der Versicherungsnehmer (VN) dem Versicherer das vertraglich vereinbarte Recht ein, den Besuch eines Arztes bzw. die Aufnahme von Heilbehandlungen und anderen Maßnahmen (ohne besondere Gefahren oder Schmerzen) anordnen zu können. Zu Maßnahmen dieser Art gehören beispielsweise das Tragen einer Sehhilfe, die Durchführung von Diäten oder der Suchtentzug. Arztanordnungsklauseln sind oft ungenau definiert, weil die Versicherungsbedingungen von zumutbaren Heilbehandlungen und Maßnahmen sprechen. Diese Umstände führen immer wieder zu rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen VN und der Versicherung, die bei einer Verletzung der Obliegenheitspflicht die Leistung verweigern bzw. kürzen kann.

In den letzten Jahren sind Versicherungen vermehrt dazu übergegangen, die Arztanordnungsklausel aus ihren Vertragsbedingungen zu streichen.

Arztanordnungsklausel und Berufsunfähigkeitsversicherung

In den Versicherungsbedingungen zur BU-Versicherung ist festgelegt, ob der Versicherer auf die Anwendung der Arztanordnungsklausel verzichtet oder nicht. Die Arztanordnungsklausel räumt der Versicherungsgesellschaft das Recht ein, vom Versicherten zu verlangen, zumutbare Behandlungen zur Wiederherstellung der Berufsfähigkeit durchzuführen. Die ärztlichen Anordnungen müssen im Rahmen des Erträglichen liegen. In der Praxis kann dies jedoch zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen. Denn wann ist eine angeratene Operation oder Medikamententherapie erträglich und wann nicht mehr? Im Zweifel entscheidet ein Gericht, was "zumutbar" ist. Viele Versicherungsgesellschaften verzichten allerdings auf diese Klausel und lassen somit den Versicherten darüber entscheiden, welche Behandlungen er durchführen will. Wer im Falle einer Berufsunfähigkeit Diskussionen mit dem Versicherer vermeiden will, ob ärztliche Behandlungen durchgeführt werden müssen, sollte daher einen Tarif wählen, der auf diese Klausel verzichtet.

Weiteres über die Berufshaftpflichtversicherung

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