Erläuterung zur Anfechtung

Sie suchen adäquate Informationen über Anfechtung, doch haben bisher nicht das Richtige finden können? Wir wollen über Anfechtung berichten.

Wie lautet die Definition von Anfechtung?

Unter einer Anfechtung bezeichnet eine einseitige Willenserklärung, welche dazu führt, dass ein anfechtbares Rechtsgeschäft nichtig wird. Im Bürgerlichen Gesetzbuch wird damit ein anfechtbares Rechtsgeschäft aufgrund bestimmter Willensmängel insbesondere wegen Irrtums, wegen arglistiger Täuschung und wegen widerrechtlicher Drohung bezeichnet. Im Bereich der privaten Krankenversicherung kommt die Anfechtung neben Rücktritt und normaler Kündigung bei einer außerordentlichen Vertragsauflösung vor. Hat der Privatversicherer einzelne Vertragsteile durch Kündigung oder Anfechtung beendet, so hat der Versicherte für die noch in Kraft befindlichen Vertragsteile ein außerordentliches Kündigungsrecht. Der Krankenversicherer kann die Annahme eines Vertrages dann anfechten, wenn der Versicherte bestimmte Pflichten verletzt hat, die auch ins Vorfeld einer Vertragsentstehung reichen können. Eine derartige Verletzung stellt das Nichtnachkommen der sogenannten vorvertraglichen Anzeigepflicht dar. Eine Pflichtverletzung ist beispielsweise dann gegeben, wenn der Antragsteller für einen Vertrag wesentliche Umstände bewusst verschwiegen hat (fehlende Angabe von Vorerkrankungen).

Anfechtung einer Versicherung

Durch die Anfechtung einer Versicherung kann ein Versicherungsvertrag von einer der beiden Vertragsparteien nachträglich aufgehoben werden. Er wird damit von Anfang an nichtig. Das heißt, er gilt als nie zustande gekommen. Anfechtbar sind alle Verträge, die nur durch einen Irrtum, eine widerrechtliche Drohung oder arglistige Täuschung abgeschlossen wurden.Versicherungsnehmer müssen ihrem Versicherungsantrag wahrheitsgemäß ausfüllen. Tun sie es nicht, kann die Versicherung den Vertrag anfechten. Für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung müssen z. B. die Angaben zum Gesundheitszustand korrekt und vollständig sein. Fehlen im Versicherungsantrag nur kleinere körperliche Mängel oder Krankheiten, kommt es seitens der Versicherer selten zu einer Anfechtung. Sie gehen in diesen Fällen davon aus, dass die Angaben einfach vergessen wurden. Anders sieht es jedoch bei schweren oder chronischen Erkrankungen aus. Hier liegt die Vermutung nahe, dass mit Absicht gelogen bzw. eine wichtige Tatsache absichtlich verschwiegen wurde. Der bestehende Versicherungsvertrag wird dann angefochten und komplett aufgelöst. Bereits gezahlte Versicherungsbeiträge darf die Versicherung behalten.

Weiteres über die Berufshaftpflichtversicherung

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