Schadenbeispiele / berufliche Risiken eines Krankengymnasten

Schadenbeispiel 1

Sie behandeln einen Patienten mit Schulterschmerzen infolge einer Bizepssehnenentzündung. Bei einer Übung zur Mobilisation des Schultergelenkes reißt die Sehne. Der Patient muss sich einer OP unterziehen um die Sehne nähen zu lassen. Er macht Sie für die Verschlimmerung seiner Erkrankung verantwortlich und macht Schadenersatzansprüche in Form von Schmerzensgeld und Verdienstausfallentschädigung geltend. Zudem meldet die Krankenkasse des Geschädigten Regressansprüche für Kosten der Folgebehandlung geltend.

Ihre Berufshaftpflichtversicherung würde hier zunächst die Schuldfrage gutachterlich prüfen. Sollte hier tatsächlich ein volles oder teilweises Verschulden Ihrerseits festgestellt werden, befriedigt die Haftpflichtversicherung die berechtigten Ansprüche. Zu Unrecht erhobene Forderungen würde Ihr Versicherer hier zurückweisen, notfalls bis hin zu einem Prozess vor Gericht. Ihnen entstehen dafür keine Kosten.

Schadenfall 2

Ein Patient mit HWS-Beschwerden erleidet durch eine Mobilisationsübung unter Aufsicht Ihres Mitarbeiters einen Bandscheibenvorfall, den er auf Ihre Therapie zurückführt. Er verklagt Sie auf Schmerzensgeld. Auch hier würde der Versicherer die Ansprüche prüfen und sich der weiteren Abwicklung des Falles vollständig widmen.

Schadenfall 3

Sie behandeln Ihren Patienten in Ihren eigenen Praxisräumen, wo er auf dem feucht gewischten Boden zu Fall kommt und sich das Handgelenk bricht. Angesichts einer Verletzung der Ihnen obligenden Verkehrssicherungspflicht, macht er Sie nun für den Personenschaden und entstandenen Verdienstunfall haftbar. Auch die Kosten der medizinischen Folgebehandlung werden Ihnen in Rechnung gestellt. Ein klarer Fall für die Berufshaftpflichtversicherung, die sich vollständig der Sache annimmt und für eine rechtskonforme Abwicklung der gestellten Ansprüche kümmert.

Schadenfall 4

In Ihrem Patienten-WC kommt es zu einer Rohrverstopfung infolge einer unsachgemäßen Entsorgung von Papierhandtüchern in der Toilette. Der Vermieter stellt Ihnen die Kosten der Rohrreinigung und des daraus resultierenden Abwasserschadens in Rechnung. Als Betreiber der Praxis und Mieter tragen Sie auch hier die volle Verantwortung. Da der eigentlich Schuldige im Nachhinein nicht ermittelt werden kann, sind Sie hier schadenersatzpflichtig. Dieser Fall fällt ebenso in den Zuständigkeitsbereich Ihres Berufshaftpflichtversicherers, der den Schaden vollständig übernimmt und für Sie abwickelt.