Allgemeines zum Berufsbild:

Viele Frauen und auch immer mehr Männer gehen gerne zur Kosmetikerin, um sich fachkundig pflegen, beraten und verwöhnen zu lassen. Vor jeder Behandlung, meist im Bereich Gesicht und Dekolleté, nehmen Kosmetikerinnen eine Hautdiagnose vor und bestimmen die Produkte und Behandlungsart. Daraufhin pflegen sie Gesicht, Dekolleté, Finger- und Fußnägel ihrer Kundinnen, nehmen aber auch Körperbehandlungen und -Massagen zur Stimulierung, Haut- und Gewebestraffung vor. Sie zupfen die Augenbrauen, reinigen und massieren die Gesichtshaut, behandeln Problemhaut, tragen Masken und Packungen auf und am Ende ein passendes Make-up. Meist arbeiten sie mit den Händen, setzen aber auch Öle, Dampf- oder Massage-Apparate ein. Durch ihre gezielte Make-up-Wahl bringen sie den speziellen Typ ihrer Kundinnen vermehrt zum Ausdruck und beraten bei der fachgerechten Anwendung von Schminkprodukten.

Ausbildung

Diese ist je nach Bundesland verschieden. Es gibt staatlich anerkannte, landesrechtlich geregelte, 1-, 2- oder 3-jährige Vollzeitausbildungen an Berufsfachschulen und Berufskollegs. Oder es kann eine 3-jährige, duale Berufsausbildung (Industrie, Handel und Handwerk) zum/zur Kosmetiker/in absolviert werden. Dabei werden Wahlqualifikationseinheiten angeboten. (Je nach Vorbildung und auf Antrag ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich).

Kompetenzen

Kosmetikerinnen wissen einiges über Anatomie und Hauteigenschaften, beraten in allen Fragen der Schönheitspflege, geben Gesundheitstipps und bieten Kosmetikprodukte an. Sie haben Freude am Kontakt mit ihren Kundinnen und Kunden, beherrschen jedoch die Kunst der Zurückhaltung und erarbeiten sich oft eine langjährige Stammkundschaft. Sie sind nicht nur in Kosmetiksalons anzutreffen, sondern auch in Hotels, Wellness-Studios oder Facharztpraxen. Überall da tragen sie entscheidend zum Wohlbefinden des Menschen bei.

Zahlen, Daten, Fakten

Der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel e.V. (IKW) setzt sich für die ca. 45.000 Beschäftigten in diesen beiden Industriebereich ein. Die Pro-Kopf-Ausgaben für Kosmetika lagen in Deutschland bei etwa 153 € pro Jahr. Damit liegt Deutschland nur im westeuropäischen Mittelfeld. Der wirtschaftlich bedeutendste Sektor, die Haarpflegemittel, erzielten einen jährlichen Umsatz von über 3 Milliarden €, dicht gefolgt von der Hautkosmetik