Haftungsobergrenzen im BGB / Ohne Verschulden keine Haftung / Regress der Krankenkasse

Die Haftung bei von Ihnen als Homöopath schuldhaft verursachten Schäden an fremden Personen oder Sachen ist in Deutschland im BGB geregelt. Hiernach haften Sie grundsätzlich ohne jegliche Limits, also unbegrenzt. Die Maximalkalkulation eines Schadens ist dem Behandler somit faktisch unmöglich, was ebenso für die Frage gilt, in welcher Höhe für derartige Fälle finanzielle Rücklagen zu bilden sind.

Eine Haftung laut Gesetz ist jedoch nur gegeben, wenn dem Behandler ein Verschulden nachzuweisen ist. Hier reicht schon ein leicht fahrlässiges Fehlverhalten. Liegt ein solches vor, ist die Haftung laut BGB gegeben und der berufliche Haftpflichtschutz kommt zum Einsatz. Der Versicherer prüft stets zuerst, ob eine Haftung laut Gesetz denn überhaupt gegeben wird. Nicht selten kommt es in der Praxis zu Fällen, in denen dem Behandler vom Patienten ein Fehlverhalten vorgeworfen, was schlicht unwahr ist. Hier würde die Continentale als Ihr Haftpflichtversicherer auch die Zurückweisung zu Unrecht gestellter Ansprüche für Sie übernehmen. Dies wird auch als passive Rechtschutzfunktion umschrieben. Berechtigte Ansprüche würden vom Versicherer natürlich voll übernommen werden.

Nicht zu unterschätzen sind in der Praxis die möglichen Regressforderungen der Krankenkassen. Geht eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eines von Ihnen behandelten Patienten auf Ihr Verschulden zurück, übernimmt die Kasse des Geschädigten zwar vorerst die anfallenden Kosten, fordert diese dann jedoch von Ihnen zurück. Ohne eine Berufshaftpflichtversicherung, die in diesen Fällen einspringt, kann das schnell existenzbedrohend werden.