Beruf Heilpädagoge

Heilpädagogen fördern, erziehen und begleiten Menschen in jedem Alter. Dies sind vor allem Menschen, die ihren Alltag aufgrund körperlicher, geistiger oder seelischer Beeinträchtigung nicht alleine bewältigen können. Ziel hierbei ist es, durch geeignete pädagogisch-therapeutische Maßnahmen die Eigenständigkeit und Gemeinschaftsfähigkeit dieser Menschen zu verbessern um ihnen ein möglichst selbständiges Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Zudem analysieren Heilpädagogen die Fähigkeiten und Möglichkeiten mithilfe diagnostischer Verfahren, erarbeiten individuelle pädagogische Konzepte aus und führen die hieraus abgeleiteten pädagogischen Maßnahmen durch. Auch vermitteln sie je nach Altersgruppe und Sachlage, schulische oder berufliche Förderungen, organisieren zwischenmenschliche Kontakte, beraten Angehörige, unterstützen in Konfliktsituationen oder betreuen Rehabilitationsmaßnahmen.

Ausbildung

Für die Ausbildung zum Heilpädagogen sollte man eine Fachschulausbildung, die auf einem sozialpädagogischen oder sozialpflegerischen Beruf aufbaut, vorweisen können. Es wäre von Vorteil, wenn man mindestens ein bis zwei Jahre Berufserfahrung in seinem bisherigen, pädagogischen Arbeitsumfeld vorweisen kann. Die Ausbildung dauert in der Regel 24 Monate in Vollzeitform. Auch werden verkürzte Ausbildungsdauer von 18 Monaten angeboten. Berufsbegleitend kann man die Ausbildung zum Heilpädagogen in 4 Jahren absolvieren.

Die Ausbildung kann auch durch ein Studium erfolgen. Als Erzieher mit Berufserfahrung kann man sich an Fachschulen zum „staatlich anerkannten Heilpädagogen „fortbilden. Des Weiteren ist für den Titel „Diplom-Pädagoge“ ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität erforderlich.

Arbeitsplatz

+ In eigener Praxis

+ Heimen

+ Kliniken

+ Einrichtungen zur Rehabilitation

+ Schulen

+ Kindergärten

+ Kindertagesstätten

+ Altenheimen

+ Beratungsstellen

+ Pflegeheime

+ Ambulante soziale Dienste

+ Wohnheime für Menschen mit Behinderung

+ Krankenhäuser

+ Therapiezentren

Leistungen

+ Heilpädagogische Entwicklungsförderung

+ Pädagogisch-therapeutische Arbeit mit Kindern

+ Heilpädagogische Rhythmik in der Gruppe

+ Integrationshilfe

+ Beratung für Eltern

+ Probleme, aber auch Fähigkeiten feststellen

+ Erarbeiten einer individuellen Behandlung und der passenden Therapie

+ Dokumentieren des Therapieverlaufs und der Therapiefortschritte

+ Durchführen von Beratungsgesprächen mit den Angehörigen

+ pflegerische Tätigkeiten, je nach Grad der Beeinträchtigung