Beruf: Familientherapeut

Mit der Familientherapie werden Konflikte in der Familie auf professionelle Weise bearbeitet. In der Familientherapie sind die einzelnen Mitglieder der Familie Teil eines Systems, in dem der eine von dem anderen abhängt. Verhaltensauffälligkeiten, Erkrankungen oder Süchte werden als Störung des familiären Gesamtsystems verstanden und darum auch in der Zusammenarbeit mit allen Familienmitgliedern gelöst. Der Familientherapeut redet mit den Klienten über ihre Probleme und sucht Gemeinsamkeiten, wobei er das Problem Schritt für Schritt angeht.

Ausbildung

Um eine Ausbildung in der Familientherapie zu absolvieren, ist der Besuch einer Fachschule oder Studium an einer Universität von Vorteil. Ideal ist ein Abschluss in den Fächern Psychologie, Pädagogik, Soziologie und soziale Arbeit. Die Ausbildung erfolgt in Seminaren, welche von Instituten angeboten werden. Oft findet die Ausbildung berufsbegleitend statt, und dauert mindestens drei Jahre. Die Ausbildung beginnt in der Regel damit, dass die theoretischen Grundkenntnisse der Systematischen Familientherapie vermittelt werden. Hinzu kommen oft gegebene Therapiestunden, Lehreinheiten mit Supervision und Selbsterfahrung und Eigenarbeit in Studiengruppen.

Ziel

Ziel der Familientherapie ist es, die Autonomie und den Selbstwert jeder einzelnen Person bzw. jedes Familienmitglieds zu stärken sowie den Zusammenhalt untereinander zu festigen, die Kommunikation und den Austausch zu verbessern und schädigende Beziehungsmuster zu verändern.

Im psychotherapeutischen Bereich:

+ Heilung von psychischen und psychosomatischen Problemen

+ Heilung von psychischen und psychosomatischen Störungen aller Art

Im Beratungsbereich:

Lösung von Generations-, Ablösungs-, Entscheidungs-, Trennungs- und anderen Problemen und Konflikten.

Zielgruppe

Familientherapeuten arbeiten sowohl mit dem gesamten System, als auch mit Teilsystemen und Einzelpersonen. Sie wenden sich dementsprechend an Familien, Paare, Gruppen, Organisationen und andere soziale Systeme, aber auch an Einzelpersonen.