Wie versichere ich mich und mein Unternehmen?

  • Die Berufshaftpflichtversicherung
  • Die Praxisinhalt- und Praxisunterbrechungsversicherung 70 Die Rechtsschutzversicherung
  • Die Krankentagegeldversicherung
  • Die Unfallversicherung
  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Die freiwillige Versicherung bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)

Auch wenn Sie jetzt mit den Augen rollen werden – das Thema „Versicherun­gen“ ist gerade im Existenzgründungsprozess ein eminent wichtiger Punkt. Sehen wir uns daher die wichtigsten Versicherungsarten einmal an.

Die Berufshaftpflichtversicherung

Mit der Führung Ihres Betriebes unterliegen Sie vielfältigen Haftungsrisiken. Für schuldhaft verursachte Schäden haften Sie in unbegrenzter Höhe und mit Ihrem ganzen Vermögen. Dabei erhöhen schärfere Gesetze und eine immer ver­braucherfreundlichere Rechtsprechung das Haftungsrisiko stetig. Mit der Betriebshaftpflichtversicherung beugen Sie einem Super-GAU gezielt vor. Sie schützt Sie vor den Ansprüchen Dritter bei Personen-, Sach- und Vermö­gensschäden, die sich aus Ihrer betrieblichen Tätigkeit ergeben. Bedenken Sie dabei: Selbst bei nebenberuflicher oder gelegentlicher Tätigkeit haftet man in voller Höhe. Daher ist eine entsprechende Absicherung über eine Berufshaft­Pflichtversicherung zwingend notwendig! Versichert sollten alle Leistungen sein, die Sie in Ihrer Tätigkeit erbringen dürfen. Der Beitrag hängt von der jewei­ligen Deckungssumme und dem Gesamtpaket der Versicherungsgesellschaft sowie vom Umfang der Versicherungsleistungen ab.

Hintergrund dieser Überlegung ist das Haftungsrecht, wie es für alle Branchen nach dem BGB gilt, aber für Gesundheitsberufe durch die Rechtsprechung besondere Ausprägungen erfahren hat. Es gilt folgendes vereinfachtes Schema zur Bewertung, welche Rechte der Patient/Klient hat:

  • vorhandensein eines Vertrags
  • Beschreibung der Vertragspflichten
  • Kausalität. Das heißt, dass nicht jeder Ursache-Wirkungszusammenhang rechtlich relevant wird, sondern nur derjenige, den Sie selbst steuern können und bei dem Einfluss darauf haben, den Schaden zu vermeiden.
  • schuldhafte Verletzung dieser Pflichten durch Nichteinhalten der „erforder­lichen Sorgfalt“ (§ 276 BGB)
  • Beschreibung und Berechnung des Schadens

Neben den Verträgen kennt das bürgerliche Recht weitere Anspruchsgrundlagen, die die Haftung der Heilberufe miterfassen, wenn Ihnen ein Fehler unterlaufen sollte, der die Gesundheit des Patienten/Klienten schädigt.

Da für jeden Gesundheitsberuf die „Sorgfalt“ anders beschrieben wird, da die Erwartungen an jede Berufsgruppe anders sind, soll hier folgende Fragenliste jedenfalls ein wenig Problemsicht vermitteln:

  • Was muss ein durchschnittlicher Angehöriger einer Berufsgruppe wissen und können?
  • Was ist das Regelwerk seiner Kunst?
  • Man fragt sich zunächst, was ist der Pflichtenkreis der Berufsgruppe, sodann: wurde diese Pflicht erfüllt oder nicht?

Oder hat man gar seinen Pflichtenkreis verlassen und sich die Tätigkeit eines anderen Pflichtenkreises angemaßt (z. B. als Geistheiler ein Medikament ver­ordnet).

  • Welche Regeln der Kunst sind anwendbar (der schulmedizinische Standard oder die Regeln der Naturheilkunde? Sogenannte Binnenanerkennung)?
  • Gibt es einen Nachweis Ihrer qualifizierten Ausbildung bzw. Fach-, Fort- und Weiterbildung?
  • Deshalb kann es für Sie entscheidend sein, die im Rahmen Ihrer Praxistätigkeit angewandten Verfahren und Methoden als Ausbildung bzw. Fachfortbildung mit Zertifikaten belegen zu können.

Rechtsfolge bei Schadensersatz und Schmerzensgeld: Ist überhaupt ein Schaden entstanden, oder ist ein Schaden entstanden, den es auch gäbe, wenn Sie alles richtig gemacht hätten? (In letzterem Fall fehlt die Kausalität und Sie haften nicht.)

Der Sorgfaltsbegriff ist für jeden Gesundheits­beruf unterschiedlich definiert

UNSER TIPP

Die Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung sollte auch immer den privaten Bereich mit abdecken, um eventuelle Überschneidungen, wenn sich Ihr Betrieb in den privaten Räumen befindet, zu vermeiden.

Passiver Rechtschutz

Was tun, wenn ein Schaden entstanden ist?

Melden Sie den Schaden bzw. verweisen Sie den Anspruchsteller an Ihre Haft­pflichtversicherung. Die kümmert sich dann um alle weiteren Schritte (z. B. die Stellung des Anwalts, Erstellung eines Gutachtens etc.).

Die Berufshaftpflichtversicherung leistet bei begründeten Schadenersatzforde­rungen wegen einfacher, aber auch grober Fahrlässigkeit Schadenersatz und lehnt unbegründete Forderungen ab. In dieser Funktion ist sie also zusätzlich eine sogenannte passive Rechtsschutzversicherung – damit entfällt für Sie das Prozesskostenrisiko, da der Versicherer auch Ihre Verteidigung vor Gericht übernimmt.

Hier noch einige Schadensbeispiele:

■ Die Heilpraktikerin Susanne B. konnte sich niemals vorstellen, dass Schaden­ersatzforderungen in enormer Höhe auf sie zukommen könnten, weil eine fal­sche Therapie infolge Fehldiagnose zur Verschlechterung des Gesundheits­zustandes des Patienten führt.

„… sie habe schuldhaft die Gesundheit des Patienten verletzt und sei deshalb zum Schadenersatz verpflichtet …“, so der Brief des Anwalts.

Hier kann Susanne B. Glück haben – nämlich dann, wenn sich der Gesundheits­zustand des Patienten auch dann verschlechtert hätte, wenn sie die richtige Diagnose gestellt hätte. Idealerweise verteidigt sie sich damit, dass die Krank­heitsbilder einander so ähnlich waren, dass auch der beste Heilpraktiker mit allen Methoden dies nicht hätte erkennen können. Der Patientenanwalt trägt hier auch zu wenig zur Kausalität vor.

■ Die Teilnehmerin eines Seminars verließ gegen 18.30 Uhr die Praxis des Herrn M. (Heilpraktiker für Psychotherapie), der am Vormittag vor der Praxis Schnee geschippt hatte. Durch die Tageserwärmung schmolzen die Schnee­reste. Als die Patientin die Praxis verließ, hatte es jedoch schon wieder gefro­ren, was zu Glatteis auf dem Gehweg vor der Praxis führte. Da Herr M. verse­hentlich nicht gestreut hatte, stürzte die Patientin und erlitt einen komplizierten Oberschenkelhalsbruch. Sie ist Lehrerin und konnte über sechs Wochen nicht unterrichten.

Herr M. haftet hier – er hat eine Verkehrssicherungspflicht für den Gehweg -auch dann, wenn er den Schneefall selbst nicht beeinflussen kann.

■ Heilpraktiker Gerd S. unterspritzte eine alte Operationsnarbe seines Patienten mit Procain. Noch während der Behandlung erlitt der Patient einen anaphy-laktischen Schock und musste mit dem Rettungswagen und einem Notarzt in das nächste Klinikum gebracht werden. Gerd S. hatte schlicht vergessen, den Patienten vor der Behandlung nach bekannten Allergien zu befragen.

Hier haftet S. nur, wenn es für Patienten mit Allergien eine weniger gefährliche Methode gegeben hätte, die Narbe zu entstören. Sind solche Schocks auch für Nichtallergiker eine typische Komplikation, die als schicksalhaft von Patienten „miteinberechnet werden“ muss, haftet er nicht, er muss aber den Patenten j über diese Risiken aufklären.

■ Während einer Gruppenübung mit mehreren Teilnehmern zum autogenen Training schläft ein Teilnehmer ein, ohne dass es der Übungsleiter bemerkt. Der Patient fällt vom Stuhl, wobei er sich neben einigen leichten Prellungen ein Handgelenk bricht. Da es sich um die erste Gruppenübung handelte und der Übungsleiter der Meinung war, dabei könne so etwas nicht passieren, hatte er die Teilnehmer zur Übung nicht auf dem Boden platziert, wie es beim autogenen Training normalerweise üblich ist, sondern ihnen im Sitzen die ersten Grundübungen erklärt.

Der Übungsleiter haftet hier nicht – solche Ereignisse sind ein allgemeines Lebensrisiko. Ein erwachsener Mensch muss wissen, dass er auf einem Stuhl nicht beruhigt einschlafen darf.

■ Frau G. suchte die Praxis von Frau Katharina N. wegen einer andauernden Erkältungskrankheit auf. Im Gespräch klagte Frau G. auch über schmerzhafte Verspannungen im HWS-Bereich. Hierauf wandte Frau N. bei der Patientin einen chiropraktischen Griff an, bei dem es zu einer Nerveneinklemmung kam. Der Fehler, der ihr vom Anwalt der Patientin zu Recht vorgeworfen wurde, bestand darin, dass sie chiropraktisch an der HWS der Patientin tätig wurde, ohne sich vorher einen Überblick über die knöchernen Strukturen (z. B. Röntgenaufnahme) zu verschaffen.

Katharina N. haftet. Sie darf als Heilpraktikerin das Röntgen veranlassen und hätte es daher im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht anwenden müssen.

■ Das Grundstück des Behandlers Rainer G. liegt an einem Hang. Die Treppen, die zur Straße führen, sind normalerweise bei Dunkelheit beleuchtet. Die Ehefrau weiß nicht, dass ihr Mann noch eine Patientin hat und schaltet die Beleuchtung gerade zu dem Zeitpunkt aus, als diese Patientin auf halbem Wege nach unten ist. Sie erschrickt, stürzt sieben Stufen hinunter und bricht sich das linke Schienbein.

Hier haftet Rainer G. nicht. Er muss nicht für seine Ehefrau einstehen; zudem weiß jeder, dass auf einer Treppe besondere Vorsicht im Dunkeln geboten ist (allgemeines Risiko).

■ Die Psychologin Vera K. führt mit ihrem Patienten eine Gesprächstherapie durch, um dessen Aggressionsverhalten positiv zu beeinflussen. Nach einer Sitzung, bei der der Patient sehr aufgewühlt erscheint, verursacht er mit seinem Pkw einen Auffahrschaden, bei dem er und der andere Pkw-Insasse leicht verletzt wurden. Der Anwalt wird hierfür Vera K. haftbar machen. Sie habe „den Patienten nicht davon abgehalten, direkt nach der Sitzung das Auto zu benutzen, obwohl sie den Zustand des Patienten kannte.“

Vera K. haftet aber nur dann, wenn zweifelsfrei die Kausalität zwischen Psycho­therapie und dem Auffahrunfall nachgewiesen werden kann, beispielweise durch besonders aggressiven und unkonzentrierten Fahrstil – dies dürfte dem Patientenanwalt schwerfallen.

■ Die Heilpraktikerin für Psychotherapie Nina F. hatte die Suizidgefahr eines Patienten nicht richtig eingeschätzt. Nach einem missglückten Suizidversuch ist der Patient schwerbehindert. Die Ehefrau des Patienten klagt auf Scha­denersatz. Der Patient hatte einen Abschiedsbrief geschrieben, in dem er erklärte, dass ihm die Sinnlosigkeit seines Lebens erst durch die Therapie wirklich bewusst wurde.

Hier gilt: Nina F. muss „nur“ eine Selbstmordgefährdung zutreffend einschätzen können und geeignete psychotherapeutische Interventionen wissen, den Patien­ten engmaschig mit Terminen versehen, dafür sorgen, dass er zeitnah in eine Klinik geht (freiwillig!) und natürlich, falls er in der Therapiesitzung Selbstmord­gedanken äußert, darauf eingehen. Nur dann, wenn der Selbstmord des Patien­ten aus dem Missbrauch der therapeutischen Machtstellung resultiert, haftet der Heilpraktiker für eine Psychotherapie. Im Ergebnis haftet Nina F. hier nicht, es findet sich im Abschiedsbrief keine Angabe darüber, dass Nina F. den Patien­ten stark beeinflusst hat, nur, dass der Patient eigene Schlussfolgerungen gezogen hatte.

Die Praxisinhalt- und Praxisunterbrechungsversicherung

Die Praxisversicherung schützt vor finanziellen Folgen, wenn durch Feuer, Sturm und Hagel, Einbruch, Diebstahl, Vandalismus oder Leitungswasser die Einrichtung, die Medikamente und Ähnliches beschädigt bzw. unbrauchbar geworden sind. Versichert ist die ganze Praxiseinrichtung, z. B. medizinisch­technische Geräte, Mobiliar, Medikamente und eventuelle Laboreinrichtungen, aber auch die kaufmännische Einrichtung.

Ist Praxisweiterbetrieb infolge eines Schadens (siehe o. g. Gefahren) nicht mög­lich, so tritt die Unterbrechungsversicherung ein. Unterbrechungsschaden ist sowohl der entgangene Betriebsgewinn wie auch der Aufwand an fortlaufenden Geschäftskosten, z. B. Löhne und Gehälter für Mitarbeiter, bestimmte Steuer-und Versicherungsbeiträge, Kapitalzinsen (Kredite) und sonstige laufende Kosten (z. B. Praxismiete). Die Praxisunterbrechungsversicherung haftet auch für Folgeschäden, die nicht sofort erkennbar sind, jedoch innerhalb von zwölf Monaten nach Eintritt des Schadens erkennbar werden oder entstehen.

Die Rechtsschutzversicherung

Während im Bereich der Berufshaftpflicht der „passive Rechtsschutz“ enthalten sein muss, ist die „Durchsetzung eigener Ansprüche“ nur mit einer Rechts­schutzversicherung zu lösen.

Als Käufer, Mieter, Eigentümer oder Verkehrsteilnehmer kann man leicht in eine Situation geraten, die einen rechtlichen Beistand erfordert. Und das kann schnell sehr teuer werden. Damit Ihr Wunsch nach „allem, was Recht ist“, nicht an den finanziellen Mitteln scheitert, sollten Sie sich durch eine Rechtsschutz­versicherung absichern, denn neben der Frage des Rechts entstehen Kosten aus einem Verfahren, die nicht unerheblich sein können.

Achtung! Bei Beginn einer Selbstständigkeit müssen bestehende Rechtsschutz­versicherungen, die Sie als Angestellter abgeschlossen haben, umgestellt wer­den.

Die Krankentagegeldversicherung

Gerade für Selbstständige bedeutet eine längere Arbeitsunfähigkeit auch finan­zielle Einbußen. Sichern Sie Ihr Einkommen daher bedarfsgerecht ab. Wenn Sie durch einen Unfall oder eine Krankheit ausfallen, können sofort alle Einnahmen ausbleiben, während die finanziellen Verbindlichkeiten (z. B. Hypothekenraten, Miete, Krankenkassenbeiträge oder mögliche Personalkosten) in voller Höhe weiter vom Konto abgebucht werden.

Jeder Selbstständige sollte deshalb kalkulieren, welcher notwendige Geldbedarf seine Existenz sichert. Die Krankentagegeldversicherung zahlt ab einem bestimmten Tag einer Erkrankung (z. B. ab dem 8. ,15., 22. oder 29. Tag) den vor­her vereinbarten Tagessatz.

Achtung! Die Absicherung sollte immer in richtiger Höhe sein, da sonst bei län­gerer Krankheit kein ausreichender Versicherungsschutz besteht.

Die Unfallversicherung – Absicherung Ihrer Arbeitskraft

Das wertvollste Eigenkapital des Menschen ist seine Arbeitskraft – sie bildet seine Existenzgrundlage. Ein Unfall kann zur finanziellen Katastrophe führen, da er die Arbeitskraft (und somit Einkommen und Existenz) bis zur völligen Arbeitsunfähigkeit kosten kann. Man ist dann nicht mehr in der Lage, sein Ein­kommen aus eigener Kraft zu verdienen. Man wird finanziell von anderen abhängig!

Die private Unfallversicherung ermöglicht es, den gewohnten Lebensstandard und die finanzielle Unabhängigkeit abzusichern. Mit einer vernünftig konzipierten und auf die jeweilige finanzielle Situation abgestimmten Vorsorge durch eine private Unfallversicherung kann man einen folgeschweren Unfall – zumindest materiell betrachtet – gut überstehen.

Berufsunfähigkeit/Erwerbsunfähigkeit

Für Selbstständige ist die private Absicherung doppelt wichtig, da sie in der Regel nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, bekommen sie im Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall überhaupt keine staatlichen Leistungen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dem Versicherten eine vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente, wenn er den zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr aus­üben kann. „Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich für die Dauer von mindestens sechs Monaten (Progno­sezeitraum) außerstande ist, seinen Beruf, wie er vor Eintritt der Krankheit, Körperverletzung oder des Kräfteverfalles beschaffen war, auszuüben.“

Neben der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es auch den vergleichsweise kostengünstigen Schutz gegen Erwerbsunfähigkeit. Wie die gesetzliche Renten­versicherung leistet die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung aber nur bei echter Erwerbsunfähigkeit – also dann, wenn Sie aufgrund Ihres schlechten Gesundheitszustandes überhaupt keinen Beruf mehr ausüben können.

Wenn Sie einen Schutz gegen Berufs- und/oder Erwerbsunfähigkeit abschließen wollen, sollten Sie sich bei Ihrem Rentenversicherungsträger zunächst über die Höhe der gesetzlichen Rente informieren, die Ihnen zusteht, wenn Sie heute berufs- oder erwerbsunfähig werden – entsprechende Mitteilungen werden seit einiger Zeit regelmäßig von den Rentenversicherungsträgern verschickt. Dazu-addieren können Sie alle sonstigen festen Einkünfte, etwa aus Mieteinnahmen oder Kapitalerträgen. Wenn Sie die Summe Ihrer Erträge vom gegenwärtigen Nettoeinkommen abziehen, ergibt sich die Versorgungslücke, die Sie durch eine Berufsunfähigkeitsvorsorge unbedingt schließen müssen.

Achtung! Eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsrente deckt nur den Zeitraum ab, in dem man normalerweise erwerbstätig ist.

Die freiwillige Versicherung bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)

Hier können Sie sich gegen Folgen von Arbeits- und Wegeunfällen sowie von Berufskrankheiten versichern lassen. Auch wenn Sie in Ihrer Praxis kein Personal beschäftigen, so ist eine Anmeldung bei der BGW vorgeschrieben. Sollten Sie Personal haben (auch Reinigungskräfte und unentgeltliche Mitarbeiter wie Assistenten gehören dazu), so müssen Sie jährlich die Zahl der Beschäftigten an die BGW melden. Sie werden dann einen Beitrag bezahlen, der von der Risiko­einstufung des Heilberufes und den gezahlten Entgelten abhängig ist. Sie können für sich fiktiv bestimmen, für welche Einkommenshöhe Sie versichert sein möchten. Ihre freiwillige Versicherung fließt bei der Berechnung nicht mit ein.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Berufsgenossenschaft für Gesund­heitsdienst und Wohlfahrtspflege unter www.bgw-online.de.