Die Beschäftigungstherapie soll Patienten mit psychischen Problemen die Möglichkeit verschaffen, durch handwerkliches Gestalten neue Aspekte seines Wesen zu erfahren. Durch den Umgang mit verschiedenen Techniken und Werkstoffen, wie z.B. Töpfern, Malen oder die Holzarbeiten erfährt der Patient so neue Kompetenzen bei sich und lernt, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, Spannungen und Ängste abzubauen und Mut zu fassen, um neue Dinge auszuprobieren. Die Beschäftigungstherapie findet daher zumeist im Gruppenrahmen statt. Um seine Selbstwahrnehmung zu verbessern, werden durch die Arbeit ausgelöste Gefühle und Handlungen in anschließenden Gesprächen aufgearbeitet.

Kernthema dieser Aufarbeitungen ist zumeist die Umgestaltung negativer Selbstwahrnehmung in Selbstannahme. Voraussetzung hierfür ist oftmals, die Differenz zu überbrücken, die zwischen dem Ich- Ideal des Patienten und seiner eigenen Akzeptanz steht.