Beamte warten auf die Rückerstattung

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Normalerweise gelten Beamte als favorisierte Kunden im Gesundheitssystem. Sie und ihre Familien sollen kurzfristiger an einen Termin beim Arzt gelangen. Oftmals sollen sie auch noch eine bessere Therapie erhalten. Die Erstattungen der im voraus gezahlten Kosten sollte schnell erfolgen. Normalerweise übernehmen unterschiedliche Beihilfestellen des Bundes, der Länder, Kommunen oder auch der Kirchen den Großteil der Kosten. Nach einer Prüfung natürlich. Den Rest der Kosten erstattet dann anschließend die Private-Krankenversicherung. Beamte müssen nämlich zusätzlich bei einer solchen abgesichert sein. Aber jetzt kam heraus, dass in mehreren Bundesländern eine enorme Anzahl an Soldaten und Beamten die Rechnungen vom Arzt erst nach mehreren Wochen zurückerhalten. Die Zahlungsziele der Ärzte sollen aber gleichzeitig reduziert worden sein. Auch ist möglich, dass die Ärzte momentan Behandlungen von den Beamten ablehnen oder dieses erst nach Begleichung der noch ausstehenden Rechnungen tun. Insbesondere die Bundeswehr soll von diesem Vorfall stark betroffen sein. Die Summe um die es hier geht, soll in die Millionen gehen.

Der Grund für die hohen Krankheitskosten

Der Grund für diese Verzögerungen soll angeblich die Organisationsreformen der Bundeswehr sein. Trotzdem soll der Verteidigungsminister in der Pflicht stehen und die Beihilfesummen, welche eingereicht wurden, ohne längere Zeitverzögerung anerkennen. Die Mitglieder des Beamtenbundes sollen bereits durch ihre Vertreter ihren Frust abgelassen haben.

Hilfe von mehreren Seiten

Die Versandapotheke aus den Niederlanden Doc Morris soll nun angekündigt haben, in den nächsten Wochen die Zahlungsfrist für die Medikamente zu verlängern. Damit soll die Benachteiligung durch das System ausgeglichen werden. Ob lokale Apotheken ihren Kunden ebenfalls eine solche Zahlungsfrist einräumen, müssten die Inhaber selber entscheiden. Wahrscheinlich ist nicht das Wohlergehen der Beamten und die immer größer werdende Zahl von Pensionären der Grund für die Verlängerung der Zahlungsfristen, sondern wohl eher das Marktpotential von mehreren Millionen Kunden. Auch bei der Bundeswehr soll der Verteidigungsminister Besserung versprochen haben. So sollen alle Beihilfen, welche beantragt wurden, unter Vorbehalt erstattet werden. Dann wären in den nächsten Monaten wieder die reguläre Bearbeitungszeit erlangt. Seit kurzer Zeit soll aber die Verantwortung für die Prüfung und Erstattung der Anträge beim Bundesfinanz– und dem Innenministerium vorliegen. Diese sollen sich wohl aber nicht an die Ankündigungen des Verteidigungsministers gebunden fühlen.